Description
I Das griechische Wort ¬ªlogos¬´ bedeutet nicht nur ¬ªWort¬´ und ¬ªVernunft¬´, es bedeutet urspr√ºnglich ¬ªVerh√§ltnis¬´ – insbesondere ist das Verh√§ltnis zweier Zahlen zueinander ein ¬ªlogos¬´ (√§hnliches gilt f√ºr das lateinische Wort ¬ªratio¬´). 2 Diese >Vermutung¬´ ist durch kein einziges historisches Zeugnis gedeckt – im Gegenteil: der historische Pythagoras war sicher eher ¬ªOntologe¬´, also Er¬≠ gr√ºnder des Seins, als ¬ªHermeneutiker¬´, also Ergr√ºnder des Verstehens. Da wir aber fast nichts von ihnen wissen, gestatten wir uns, Pythagoras oder Thales zu Idealfiguren zu formen, die der Intention dessen, was wir hier hervorheben wol¬≠ len, angepasst sind. 3 Die Vorstellung, die geraden Zahlen seien ¬ªb√∂se¬´ und die ungeraden ¬ªgut¬´ spielt bei der folgenderma√üen erkl√§rten Methode des Multiplizierens eine we¬≠ sentliche Rolle: Angenommen, die beiden Zahlen 75 und 57 seien zu multipli¬≠ zieren. Man muss dazu nur das Addieren, das Halbieren und das Verdoppeln beherrschen. Denn in den beiden Kolonnen 75 57 37 114 +8 m 9 456 4 9H :2: ~ 3648 wird in der linken der erste Faktor 75 systematisch halbiert (wobei die verblei¬≠ benden Reste keine Rolle spielen) und in der rechten der zweite Faktor 57 syste¬≠ matisch verdoppelt. Danach h√§lt man sich vor Augen, dass ¬ªdie geraden Zahlen b√∂se¬´ seien, man streicht dementsprechend alle Zeilen, bei denen in der linken Kolonne eine gerade Zahl steht und addiert alle verbleibenden, nicht gestriche¬≠ nen Zahlen der rechten Kolonne. Die Summe 57 + 114 + 456 + 3648 = 4275 nennt das gesuchte Produkt 75 . 57.





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