Description
Geleitwort ‚ÄûVertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!‚Äú soll Lenin gesagt haben, aber das ist nicht – legt. Es ist die Aussage eines misstrauischen Menschen und kein guter Ratschlag. Die Umkehrung ist eine bessere Orientierungshilfe f√ºr das Verhalten im Alltag: ‚ÄûKontrolle ist gut, Vertrauen ist besser!‚Äú, denn Vertrauen ist f√ºr das menschliche Zusammenleben eine notwendige Voraussetzung und so allgegenw√§rtig, dass gar nicht richtig bewusst wird, wie h√§ufig Vertrauen geschenkt und erwartet wird: Dem Freund wird vertraut, dem Arbeitskollegen und Gesch√§ftspartner; es wird auf Ratschl√§ge, Wettervoraussagen, Geldwertstabilit√§t usw. vertraut. Omnipr√§senz und Bedeutung von Vertrauen haben dazu gef√ºhrt, dass sich Wiss- schaftler seit langem und in verschiedenen Fachdisziplinen mit Vertrauen besch√§ftigt haben. Die Komplexit√§t des Ph√§nomens und die damit verbundenen Schwierigkeiten der wissenschaftlichen Erfassung haben die Vertrauensforschung im Laufe der Zeit – doch zersplittert. In der ersten langen Phase dominierten philosophische und geistesw- senschaftliche √úberlegungen. Die √∂konomische Vertrauensforschung ist relativ jung. Nicht zuf√§llig setzt man sich damit vor allem in F√§chern auseinander, die sich mit z- schenmenschlichen Beziehungen besch√§ftigen: Marketing und Organisation. Vertrauen muss hier Informations- und Kontrolldefizite √ºberbr√ºcken. Im Marketing hat der Einfluss von Vertrauen auf Kaufentscheidungen eine zentrale – deutung, insbesondere bei spontanen Kaufentscheidungen, z.B. f√ºr Produkte des t√§g- chen Bedarfs. In sehr kurzer Zeit wird hier auf der Basis von wenigen wahrgenom- nen, weitgehend unbewusst verarbeiteten Informationen eine Entscheidung gef√§llt. Die damit verbundenen Informationsdefizite und Risiken werden durch Vertrauenreduziert.





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