Description
Die mittlere Zerfallsrate bzw. Umwandlungsrate einer radioaktiven Substanz wird als Aktivit�t A bezeichnet. Ihre SI-Einheit ist das Becquerel, die histo- sche Einheit war das Curie (Ci). Der zeitliche Verlauf radioaktiver Umwandlungen wird mit dem Zerfalls- setz beschrieben. Es stellt eine Exponentialfunktion dar, deren bestimmender Parameter die Zerfallskonstante der radioaktiven Umwandlung ist. Die Zerfallskonstante ist eine charakteristische Gr��e f�r das zerfallende Radionuklid. Statt der Zerfallskonstanten wird auch ihr Kehrwert, die mittlere Lebensd- er , oder die Halbwertzeit T? verwendet, die die mittlere Zeitspanne bis zur Halbierung einer Aktivit�t angibt. 3.3 Nat�rliche Radioaktivit�t Bei den nat�rlich vorkommenden Radionukliden unterscheidet man zwei Gruppen. Die erste und wichtigste Gruppe betrifft die so genannten primordialen Radionuklide, die schon zur Zeit der Erdentstehung gebildet wurden. Wegen ihrer sehr gro�en 9 Halbwertzeiten, die vergleichbar mit dem Erdalter sind (ca. 4,5 10 a), existieren sie noch heute. Einige wenige von ihnen zerfallen in stabile Tochternuklide. Ihre Mass- zahlen liegen zwischen A = 40 und etwa A = 240. Die meisten der primordialen – dionuklide sind schwerer als Blei, sie haben Ordnungszahlen oberhalb von Z = 82. Sie zerfallen innerhalb nat�rlicher radioaktiver Zerfallsketten, haben also radioaktive Nachfolger, bis die Zerfallsketten bei einem stabilen Endnuklid angekommen sind. Die zweite Gruppe nat�rlicher Radionuklide sind kosmischen Ursprungs, sie sind kosmogene Radionuklide. Sie entstehen st�ndig neu in den oberen Schichten der E- atmosph�re durch Beschuss stabiler Elemente mit kosmischer Strahlung. Ihre Lebe- dauern sind wesentlich kleiner als die der primordialen Radionuklide.Typham this is the title: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes 3rd Edition





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